
Viele Fragen stellen sich, wenn man sein Haus sanieren möchte. Für Hilfe- und Ratsuchende gibt es seit gut zwei Jahren die Kampagne "Haus sanieren-profitieren ". Sie will Hausbesitzer dabei unterstützen, den Energieverbrauch ihrer Häuser zu verringern. In Mecklenburg Vorpommern gibt es 450 zugelassene Energieberater. Alle Berater wurden im Rahmen der DBU- Kampagne speziell geschult. Bevor der Umbau vollzogen werden kann, wird vom geschulten Fachmann und dem Hausbesitzer gemeinsam eine grobe Bestandsaufnahme vom Zustand des Hauses, der Fenster und der Heizungsanlage erstellt. " Das Gute an der DBU-Aktion ist, dass dieser erste Vorabcheck für die Kunden vollkommen unverbindlich und kostenfrei ist", unterstreicht Jörg Thiel, Handwerksmeister für Heizung - und Sanitärtechnik. Der Kunde könne sich dann in Ruhe entscheiden, was er sanieren möchte und vor allem auch finanziell leisten kann. "Was viele nicht wissen, ist, dass sich oft vergleichsweise geringem Aufwand schon eine ganze Menge bei der Modernisierung und damit beim Energiesparen erreichen lässt", weißt Experte Thiel aus Erfahrung. Bei der Finanzierung gebe es derzeit einige interessante Fördermöglichkeiten beispielweise vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder auch Finanzierungsmodelle mit Teilschuldnererlass. Dazu müsse man die potentielle Kostenersparnis sehen. Hier ein Beispiel: Ein Haus aus dem Jahre 1935 unsaniert mit 120 qm und einer Heizung aus den siebzigern hat einen heutigen Verbrauch pro Jahr von 40 Liter Heizöl pro Quadratmeter. Mit 120 qm sind das im Jahr ca. 4800 Liter Öl. Beim gegenwärtigen Heizölpreis sind das jährlich zwischen 2000 und 2500 Euro. Geht man davon aus, dass sich die Energiepreise in zehn Jahren verdoppeln werden, dann sind wir schon bei 4000-5000 Euro.
Mit guter Wärmedämmung, guten Fenstern und einer modernen Hausanlagentechnik ließe sich dieser Verbrauch auf zehn Liter pro Quadratmeter, also ein Viertel des gegenwärtigen Wertes, senken. Gerade auch unter diesem Aspekt sollten Hausbesitzer diese Investition als Investition für die Zukunft ansehen.
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ist eine bundesweite Initiative der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt. Das Ziel: Eigenheimbesitzer sollen ihr Haus sanieren lassen und damit Energie sparen. Motivieren soll ein kostenloser Energie-Check. Diverse Handwerker sind dafür geschult worden, sehen sich auf Wunsch vor Ort um und füllen einen Prüfbogen aus, nach dem der Ist-Zustand des Hauses festgelegt wird (s.u. Kriterien). Dazu gibt es noch eine Broschüre mit einer Übersicht über verschiedene Sanierungsmaßnahmen sowie Finanzierungs-Fördermöglichkeiten. Ein Verzeichnis für Handwerker steht im Internet unter www.sanieren-profitieren.de. Dort sind auch Schulungstermine für interessierte Handwerker aufgeführt. Auch die Fachverbände für Heizungs- und Bautechnik, die Verbraucherzentrale und die Architektenkammer helfen weiter.